PRAESSENZ-TAG 2014: Coaching und Mystik

Was bietet uns die Mystik heute im oft stressigen Alltag?

Mit dieser Frage starteten wir den PRAESSENZ-Tag 2014.
Prof. Sabine Bobert nahm uns auf Ihre humorvolle Art und Weise mit auf eine Reise von unserem UNBEWUSSTEN, über das BEWUSST WERDEN zum SELBSTBEWUSST SEIN.
Durch die Bündelung der Aufmerksamkeit können wir frei werden von Ballast, in dem wir unsere Gedankenmuster erkennen. Wenn der Geist der Menschen wird wie ein strahlender Saphir, erlangen wir Klarheit auf allen Ebenen und können dann FREI und selbstbestimmt wählen.

Wie kommen wir dahin?

DENKEN, FÜHLEN, WOLLEN diese drei Bereiche in uns Menschen sind zentral.
Wir starten mit dem Wollen. Was hält uns davon ab ein Projekt, ein Ziel wirklich umzusetzen? Wie können wir diesen Willen in uns stärken und unsere Ablenker kennenlernen? Denn dadurch, dass sie uns bewusst werden, können wir sie integrieren und dabei doch „ auf unserem Weg bleiben“ und unser Ziel umsetzen.
Sabine Bobert empfiehlt eine individuelle Minihandlung, völlig zweckfrei, eher „sinnlos“, allerdings sollen wir JEDE volle STUNDE dran denken und sie durchführen...
So einfach es sich anhört: keine leichte Aufgabe, es klappt bei uns unterschiedlich gut... . Indem wir wahrnehmen, ohne zu urteilen, bemerken wir wer oder was mir immer dazwischen kommt, wenn ich mir was vornehme und ich habe dadurch die Chance meine Störfaktoren kennen zu lernen.
Ich lenke dabei meine Aufmerksamkeit auf das was NICHT funktioniert ... also z.Bsp.: warum hab ich während des Meetings nicht an meine Minihandlung gedacht? Unbewusstes wird so ans Licht geholt und dadurch bewusst!

Als zweites ist unser DENKEN an der Reihe: Unser Denken verursacht Stress, entweder Flucht oder Angriff. Nur wenige Zeit am Tag ist unser Geist entspannt, immer sitzt „ uns was im Nacken“.
Wähle ein Mantra, ein Gebet aus dem Höchsten, ein  kraftgeladenes Wort oder einen kurzen Satz, das dich mit dem höchsten Bewusstsein verbindet. Wenn das alles NEU ist für Dich, wähle einen Übungsort, der „ sicher“ ist, z. Bsp. im Bett, abends vorm Schlafengehen. Wiederhole Dein Mantra und finde einen Rhythmus, Du kannst auch den Atem zur Hilfe nehmen. Tauche ganz ein in dieses Gefühl, das Du mit Deinem Mantra verbindest. Gehe achtsam mit Dir um und sorge für Dich bei allem was Dir passiert.
Je nachdem aus welchem Kontext Du Dein Mantra wählst, träumst Du eventuell von Budda, Jesus oder Tonkasila oder von Dingen, die aus dem jeweiligen Feld kommen ...
so kreierst Du Deinen ganz persönlichen Himmel....
Ziel ist es, dein Mantra nach und nach NONSTOP in Dir laufen zu lassen, das heißt, Dein Geist wird darauf geschult, er ist weniger mit seinem immerwährenden Gedankenkarussel beschäftigt und du betest ununterbrochen... Die Wiederholungen werden Licht in Dein Leben bringen. Wir lernen dadurch aus dem „ Säbelzahntiger Modus“ ( Angriff oder Flucht = Stress) heraus zu kommen, werden gelassener und konzentrierter, ohne das die Konzentration stressig wird. Unsere Synapsenverbindungen werden durchlässiger für die höchste Verbindung. Das Leben wird freier und liebevoller.

Die dritte Ebene ist die Gefühlsebene.
Kreiere Deinen ganz persönlichen WOHLFÜHLORT, an dem Du dich sicher, geborgen, geliebt, aufgehoben, ruhig, satt und gut fühlst. Dieser Ort kann ein Ort deiner Fantasie sein oder Du hast so einen Ort kennengelernt. Es kommt allein auf seine Eigenschaften an, es können auch verwunschene Märchenorte sein...
Wenn beim Mantra Schwierigkeiten auftreten, zum Beispiel Schwindelgefühle auftreten, Unwohlsein , oder plötzlich Lichter zu sehen sind, die erst mal ängstigen, dann suche einige Momente diesen speziellen Ort in Dir auf und FÜHLE die Sicherheit ,Geborgenheit und Ruhe in Deinem Körper. Es geht um Deine Körperwahrnehmungen, Du kannst auch barfusslaufen oder heiss/kalt duschen gehen, alles was Dich erdet ist gut .

Für ein tieferes Eintauchen in die Materie empfiehlt sich das Buch von Sabine Bobert: Mystik und Coaching mit MTP.
Sabine Bobert ist auch auf You tube zu sehen, sie ist auf Facebook, auch mit einer Gruppe, die sich austauscht, und sie hat eine Homepage.

Wir haben etwas von dem verstanden und wiedergefunden, mit dessen Wurzeln wir alle hier im Westen groß geworden sind: christliche Mystik, die so gar nicht verstaubt ist und uns auch heute noch eine Bereicherung im Alltag sein kann.
Wir danken Sabine Bobert für den inspirierenden Tag !

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